Wer gestaltet Koexistenz? Menschen, Bären und lokale Handlungsmacht im Zentralapennin (IT)
4. November 2026 , 16:00 – 17:15
Paula Mayer, Doktorandin an der ETH Zürich, untersucht mit partizipativer Aktionsforschung, wie auf Gemeindeebene die lokale Planung und Umsetzung von Massnahmen zur Koexistenz von Menschen und Apennin-Braunbären gestärkt werden können. Gemeinsam mit der Organisation «Rewilding Apennines» arbeitet sie am Aufbau sogenannter «Bear-Smart Communities», in denen lokale Komitees die Koexistenzplanung übernehmen.
Als Omnivoren nutzen Menschen und Bären viele Ökosysteme und Ressourcen auf unterschiedliche aber oft parallele Weise. Dadurch entstehen je nach lokalem Kontext unterschiedliche Herausforderungen für die Koexistenz, die auch unterschiedliche praktische Massnahmen erfordern. Im Zentrum des Vortrags und der anschliessenden Diskussion steht daher die Frage, wie unterschiedliche lokale Akteure – etwa Landwirt:innen, Imker:innen, Jäger:innen und Tourismusakteur:innen – und insbesondere auch die Bären selbst als nicht-menschliche Akteure in partizipative Prozesse einbezogen werden können. Wir erhalten Einblicke in die praktische Arbeit mit lokalen Koexistenzkomitees und erfahren, wie lokale Handlungsmacht und ihre institutionelle Verankerung in kommunalen Koexistenzplänen dazu beitragen können, Koexistenz langfristig tragfähig zu gestalten.
Infos zum Webinar
Referentin
Paula Mayer, Doktorandin ETHZ
Termin
Mi. 04.11.2026
16.00 bis 17.15 Uhr
Ort
Online
Kosten
Kostenlos
Zielgruppen
Fachpersonen verschiedenster Disziplinen, interessierte Laien, breite Öffentlichkeit
Anmeldung
Bis 4. November möglich (Formular weiter unten); Sie erhalten die Zugangsdaten kurz vor der Veranstaltung
Weitere Informationen
Bear-human coexistence rethought